Spiel&Autor

Spielautorentreffen 2006

Spielautoren-Stipendium auf dem 25. Spieleautoren-Treffen in Göttingen vergeben

Geburtstagsüberraschung für den Preisträger Matthias Prinz!

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Raphael Renter (9 Jahre) , jüngster Bewerber

Auf dem Jubiläumstreffen der Spielautoren in Göttingen hat die Jury „Spiel des Jahres“ am 25. Juni das mit 2500 Euro dotierte Spielautoren-Stipendium vergeben.  Erstmalig gab es eine Sonderauszeichnung für den jüngsten Spielautor, der in Göttingen in den letzten 25 Jahren aufgetreten ist. Um das Stipendium der Jury „Spiel des Jahres“ hatte sich auch  der neunjährige Raphael Renter aus Grasbrunn bei München beworben. Der Schüler einer dritten Klasse ist ein kleiner Tüftler, der dreidimensionale Spielprodukte liebt. Seine Ideen setzt er eindrucksvoll in dem Spiel KÄSETANZ um, pfiffig ist auch sein Geldtresor, den er OMAS KÜHLSCHRANK nennt. Die Jury  mit Jens Peter Schliemann, dem stellvertretenden Vorsitzenden der SAZ , Maren Kruse, der Preisträgerin 2004, Sebastién Pauchon, Preisträger 2005,  und Jochen Corts für „Spiel des Jahres“ war angetan von den Spielideen. Raphael darf dafür den Hans im Glück Verlag in München besuchen und Einblick in die Redaktionsarbeit eines erfolgreichen Verlages nehmen.

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Matthias Prinz, der Gewinner des eigentlichen Stipendiums kommt  aus Koblenz. Der Glückliche durfte seinen Preis an seinem 23. Geburtstag in Empfang nehmen. Fast schon ein alter Hase ist der  Student, der sehr kreativ durch sein bisheriges Leben gegangen ist. Spiele, Theaterstücke, Hörspiele, Comiczeichnungen, Computerspielentwicklungen und eine eigene Rockband kennzeichnen seinen bisherigen Werdegang.  2003 beginnt er  mit Spielentwicklungen, die eine beachtliche Bandbreite aufzeigen. Ähnlich wie Reinhold Wittig, spielerisch aber ganz anders, widmet er sich RAPA NUI der Osterinsel.  Sein Machtkampf ist ein abendfüllendes Strategiespiel, das auch kulturhistorisch einiges bietet.  Viel abstrakter, aber nicht weniger anspruchsvoll, kommt der JERSEPEKER PARK daher. Ein taktisches Legespiel, das auch die dritte Dimension mit berücksichtigt. Matthias Prinz kümmert sich nicht um die Entwicklung von Spielideen,  an seiner Universität setzt er viele spielerische Akzente, außerdem  engagiert er sich sehr aktiv innerhalb der SAZ.

Mit dem Preisgeld der Jury „Spiel des Jahres“ wird dem Stipendiaten ein vierwöchiges Praktikum finanziert, das er im Laufe der nächsten 11 Monate bei den Spieleverlagen Drei Magier Spiele und Ravensburger absolvieren darf, außerdem wird er in dem Spieleladen „Spieleburg Göttingen“ die Verbraucher-Perspektive kennen lernen und in den Fundus des Deutschen Spielearchivs in Marburg eintauchen dürfen. Über seine Erfahrungen wird der Stipendiat nach seinem Praktikum auf dieser Homepage berichten.