Spiel&Autor

Spielautorentreffen 2004

Spielautoren-Stipendium auf dem 23. Spieleautoren-Treffen in Göttingen vergeben

Laudatio von Dr. Bernward Thole für Nikolaas Neuwahl als PDF

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Stellungnahme der SAZ zur Gebührenentscheidung von Ravensburger als PDF

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Spieleautoren-Wettbewerb Hippodice Spieleclub 2004 als PDF

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Göttingen „Olymp der Spiele“

 
Mekka der Spieleauszeichnungen


Einmal im Jahr sei Göttingen der „Olymp der Spiele“, so begrüßte Wilhelm Gerhardy, der Bürgermeister der Stadt Göttingen, die 250 Gäste des 23. Spieleautorentreffens am 5. Juni in der Stadthalle. Politische Begleitgrüße kamen aus allen Bundestagsfraktionen, die damit ihre Unterstützung für Reinhold Wittigs Initiative für einen „Tag des Spiels“ zum Ausdruck brachten.  So schrieb Inge Wettig-Danielmeier, Schatzmeisterin der SPD: „Ich freue mich, dass von Göttingen der Impuls ausgeht, einen Tag im Jahr dem Spiel zu widmen. Ein solcher Tag würde für die Lust am Spiel und am Spielen werben, und so mancher könnte angeregt werden, die faszinierende Welt des Spiels neu zu entdecken.“ Ähnlich positiv äußerte sich Jürgen Trittin. Hartwig Fischer von der CDU machte deutlich, dass er voll und ganz hinter dem Antrag der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, einen Tag des Spiels einzuführen, stehe und ihn unterstützen werde. Die Idee, die im letzten Jahr vom Göttinger Spieleautorentreffen ausging, steht damit kurz vor ihrer Verwirklichung.


Das Autorentreffen war wie in jedem Jahr nicht nur für spielerische Highlights gut. Die größte Überraschung hatte die Firma Ravensburger im Gepäck, ab sofort kostet die Vorstellung von Spielideen Geld. Autoren, die noch kein Spiel bei Ravensburger veröffentlicht haben, müssen mindestens 65 Euro pro eingereichter Spielidee an die Agentur Pro Spiel bezahlen. Die Agentur leitet Christian Beiersdorf, der in Zukunft die Vorsortierung für die Firma am Bodensee vorbereitet.


Die zweite Neuerung hatte die SAZ (Spieleautoren-Zunft) parat. Zu den bisherigen Autorenpreisen gesellt sich der SAZ-Medienpreis dazu, der 2005 erstmalig in Göttingen vergeben wird. Ausgezeichnet werden Beiträge, die in besonderer Weise das Kulturgut Spiel in der Öffentlichkeit darstellen. Die Preise im Gesamtwert von 1000 Euro werden im Printbereich und für die AV-Medien vergeben.


Auch ohne den SAZ-Medienpreis wurden in Göttingen in diesem Jahre eine Reihe von Ehrungen vorgenommen. Inno-Spatz-Preisträger 2004 wurde Niek Neuwahl, den Bernward Thole launig lobte. Ein bisschen Designer, ein bisschen Unternehmensberater, ein bisschen Architekt und ein bisschen Spieleautor sei der gerade 60 gewordene in Italien lebende Holländer gewesen. Aus dem „bisschen Spieleautor“ ist einer der renommiertesten der Szene geworden. Sein Gefühl für Design und gestalterische Baukunst konnte man in einer eindrucksvollen kleinen Ausstellung im vorderen Bereich der Stadthalle bewundern. Dort wurde auch seine Vorliebe für figurative Spiele, für das abstrakte Spiel eindrucksvoll vorgeführt.


Den mit 2500 Euro dotierten Preis für Nachwuchsautoren, den die Jury „Spiel des Jahres“ jährlich ausschreibt, gewann erstmalig eine Autorin. Maren Kruse aus Berlin bewies nicht nur Basteltalent bei ihren wunderbaren Prototypen, sie konnte nicht nur in Erzählwelten einführen, ihre Spiele sprachen auch alle Sinne an. So das Geschicklichkeitsspiel PULL OVER, in dem sowohl die Finger als auch die Augen wahre Geschicklichkeitsprüfungen zu bestehen haben.

Den letzten Preis in Göttingen übergab Michael Matuzsak vom Hippodice Spieleclub. Der älteste und bekannteste Autorenwettbewerb Deutschlands ging in diesem Jahr an ein belgisches Autorenteam. Liesbeth Vanzeir und Paul van Hove wurden für ihr witziges Wirtschaftsspiel HAREM ausgezeichnet.