Spiel&Autor

18. Spieleautoren-Stipendium in Göttingen vergeben

Luu InternetDie Jury „Spiel des Jahres“ vergab in Göttingen im Juni 2013 zum 18. Mal ihr beliebtes Stipendium, das mit 3000 Euro dotiert ist.
Aus dem Wettbewerb sind inzwischen viele Stipendiaten erfolgreich hervorgegangen. Autoren wie Wolfgang Dirscherl, Frank Czarnetzki, Marco Teubner, Sebastien Pauchon oder Ulrich Blum sind heute bekannte Namen in der Spieleszene.
Der Jury des Wettbewerbs gehörten 2013 Udo Bartsch für die Jury „Spiel des Jahres“, der erste Preisträger Jens-Peter Schliemann und Maren Kruse für die SAZ und Martin Gil-Wünschmann als Preisträger des letzten Jahres an. Insgesamt 12 Autoren und eine Autorin bewarben sich für das Stipendium. Fünf davon wurden nominiert und von den Juroren am ersten Tag des Autorentreffens auf Herz und Nieren überprüft.

Das enge Rennen machte schließlich der 27jährige Michael Luu, Deutscher mit chinesischen Wurzeln, für sich aus. Luu hat Wirtschaftswissenschaft mit dem Schwerpunkt Wirtschaftssinologie in Bremen studiert und arbeitet seit 2011 für einen großen japanischen Elektronikkonzern.
Seit 2011 entwickelt auch er Spiele und kann inzwischen schon sechs umgesetzte Ideen vorweisen. Gesellschaftsspiele gehören nach seiner Überzeugung zu einer der schönsten Unterhaltungsformen der Welt. Er liebt es, wenn Emotionen am Spieltisch dabei sind, er liebt das Gesamtkunstwerk, das die Beteiligten bannt, er liebt die Geschichten, in die man eintauchen kann. Nun will er seine Geschichten mit anderen Interessierten teilen, nun will er andere Menschen begeistern. In Göttingen konnte man die Emotionen mit seinem Mafiaroulette und mit dem Bankräuberspiel Talpa rund um einen Maulwurf nachempfinden.